Kapitel 7: Bildung, Freizeit, Kultur in einer solidarischen Stadt

Eine Gesellschaft, die für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet ist, braucht einen ganzheitlichen Bildungsansatz und eine solidarische Gemeinschaft. Um Hemmingen zukunftsfähig zu machen, müssen wir miteinander im Gespräch bleiben.

Ganzheitlicher Bildungsansatz - Gesellschaft zukunftsfähig machen

  • Eine Bildung für nachhaltige Entwicklung muss uns Richtschnur sein. Als Kommune sind wir verantwortlich für die Gebäude und Außenbereiche der Bildungseinrichtungen sowie deren Ausstattung. Hier sollen sich Inhalte der nachhaltigen Bildung vorbildhaft in der Lernumgebung widerspiegeln: Schutz der Umwelt, Entwicklung einer stabilen Wirtschaft und einer global gerechten Gesellschaft. Die Gestaltung der Außengelände soll Biodiversität steigern und anregende Lernumgebungen für nachhaltige Entwicklung schaffen.
  • Die Besuche von außerschulischen Lernorten in der Region Hannover sollen finanziell gefördert und organisatorisch unterstützt werden.
  • Schulen, die in den (teil-)gebundenen Ganztag wechseln wollen, müssen entsprechend personell ausgestattet werden.
  • Eine gesunde und nachhaltige Kita- und Schulverpflegung darf nicht am Geld scheitern und muss mit Ernährungsbildung verknüpft werden.
  • In den Kitas soll die Einrichtung von offenen Konzepten mit gruppenübergreifenden Angeboten geprüft und gegebenenfalls unterstützt werden.
  • Die digitale Ausstattung der Bildungseinrichtungen muss in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Gremien der Mitarbeiter*innen weiterentwickelt werden, um eine optimale Voraussetzung für die Arbeit mit unseren Kindern zu gewährleisten. Digitalisierung ist jedoch kein Selbstzweck.
  • Die VHS ist ein moderner, professionell arbeitender Dienstleister in den Bereichen Bildung, Kultur, Qualifizierung und Beschäftigung. Um lebenslanges Lernen im Bereich der persönlichen und beruflichen Bildung zu ermöglichen, braucht die VHS eine gesicherte öffentliche Förderung, die ein breit gefächertes und bezahlbares Bildungsangebot gewährleistet.

Orte der Begegnung – Wir müssen im Gespräch bleiben.

  • Unsere Zukunftsprobleme können nur gemeinsam im Konsens gelöst werden. Dazu brauchen wir Plätze der Begegnung, auf denen wir uns austauschen und voneinander lernen können. Öffentliche Räume sollen in jedem Ortsteil so weit wie möglich für bürgerschaftliches Engagement zur Verfügung gestellt werden. Die ehemaligen Feuerwehrgerätehäuser bieten sich als ideale Standorte für Dorfgemeinschaftshäuser oder Jugendtreffs an.
  • Kinder und Jugendliche haben besondere Bedürfnisse. Möglichkeiten zum Spielen und zur Begegnung sollen auch für sie in jedem Ortsteil vorhanden sein. Die Qualität solcher Plätze soll regelmäßig überprüft, die Kinder und Jugendlichen selbst mit einbezogen und verantwortlich gemacht werden.
  • Bei künftigen Anlagen von Grün- und Begegnungsflächen ist zu prüfen, ob diese als Garten bzw. Platz der Generationen gestaltet werden kann. Dabei soll auch berücksichtigt werden, dass sich die Generationen aus unterschiedlichen Kulturen zusammensetzen können.
  • Mitgestaltung bei politischen Prozessen und Entscheidungen muss auch außerhalb von Wahlkämpfen möglich sein. Dabei kann das Internet ein Ort der Begegnung sein.

Kultur und Sport – Freizeit stiftet Gemeinschaft.

  • Kultur ist kein Selbstzweck, sondern fördert den Zusammenhalt der Gesellschaft und regt zu Denkprozessen an. Das vor der Pandemie vielseitige kulturelle Angebot muss wiederbelebt und ausgebaut werden. In allen Ortsteilen werden Projekte finanziell und räumlich unterstützt, die unterschiedliche Generationen ansprechen. Neue Kulturprojekte erhalten durch eine*n Ansprechpartner*in bei der Stadt Hemmingen Unterstützung bei der Planung und Durchführung ihrer Ideen.
  • Vereine, Kirchengemeinden, Feuerwehren und Sozialverbände mit ihren Ortsgruppen sind wichtige Institutionen, die traditionell unser Gemeindeleben prägen. Hemmingen wird darüber hinaus durch das bürgerschaftliche Engagement Einzelner und vielfältiger Initiativen bereichert. Dies alles zu unterstützen bedeutet, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu fördern.
  • Ehrenamtlicher Einsatz trägt einen Großteil dieser Arbeit. Deshalb soll das Ehrenamt in Hemmingen gestärkt und anerkannt werden. Ein jährlicher Tag des Ehrenamts - zur Wertschätzung, zum unbürokratischen Austausch mit der Verwaltung und zur besseren Vernetzung - soll für die ganze Stadt eingeführt werden.
  • Wir unterstützen Freiwilligen-Agenturen, um Ehrenamt in den Stadtteilen zu fördern.
  • Eine digitale Karte des Hemminger Vereinslebens soll die Vielfalt der Vereine und Initiativen in allen Ortsteilen sichtbar machen und Interessierte zur Teilhabe motivieren.
  • Inklusive Angebote der Vereine in den Bereichen Sport und Kultur sind finanziell und organisatorisch zu unterstützen.
  • Schwimmunterricht ist jedem Kind und bedarfsgerecht auch Erwachsenen zu ermöglichen.
  • Um das Vereinsleben bei größeren Veranstaltungen ökologisch und abfallarm zu gestalten, ist von Seiten der Stadt ein Geschirrmobil anzuschaffen, dass ausgeliehen werden kann.