Kapitel 1: Ohne Klimaschutz ist alles nichts

Unser schönes grünes Hemmingen ist dabei, sich durch den Klimawandel zu verändern. Immer mehr Bäume verschwinden, Felder und Wiesen verdorren, bevor sie zur Ernte heranreifen. Wenn es regnet, dann oft heftig mit der Gefahr von Überschwemmungen. Die Ursachen sind wissenschaftlich belegt. Unsere bisherigen Verhaltensweisen, die von sorglosem Energie- und Ressourcenverbrauch, von der Vergiftung unserer Umwelt und von hemmungslosen Emissionen klimaschädlicher Gase geprägt sind, führen zur globalen Klimaerwärmung. Unter den Folgen dieser Erwärmung werden Bewohner*innen anderer Erdteile und zukünftige Generationen weitaus stärker leiden als wir. Wir müssen umdenken und schnell und entschlossen handeln, ehe es zu spät ist!

Unser Ziel: Klimaneutralität bis 2030!

Klimaneutralität bedeutet, nur so viel klimaschädliche Gase (z.B. CO2, Methan) auszustoßen, wie in der Natur (Wälder, Moore) auch unschädlich gebunden werden können.

Das für Deutschland gerade noch verträgliche CO2-Budget wird auf Hemmingen umgelegt und ist der Handlungsmaßstab. Dadurch steigt die Konzentration der schädlichen Gase in der Atmosphäre nicht weiter an, das Pariser Klimaschutz-Abkommen und die Begrenzung der Erderwärmung auf unter 1,5 °C bleiben erreichbar, dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes wird Hemmingen so gerecht!

Die größten Einsparpotenziale liegen im Bereich der Energieversorgung, der Industrie, dem Verkehr und in der Landwirtschaft. Viele Regelungen werden nicht kommunal, sondern auf Landes- oder Bundesebene getroffen. Die Stadt Hemmingen muss jedoch da, wo sie Handlungsmöglichkeiten hat, diese auch konsequent nutzen, sowie selber mit gutem Beispiel voran gehen.

Klimaschutz ist kein Nebenjob

Zur Umsetzung braucht Hemmingen eine*n vollzeitbeschäftigte Klimaschutz- und Fördermittelmanager*in. Diese*r soll hauptamtlich sowohl die von der Stadt verursachten klimaschädlichen Emissionen als auch den Bereich der privaten Haushalte sowie der Unternehmen im Fokus haben. Ein besonderes Augenmerk gilt den Bereichen Energie und Verkehr. Hier muss die Stadt Rahmenbedingungen schaffen, die es den Hemminger*innen erlauben, selbst aktivere Klimaschützer*innen zu werden. Die Stadt muss sie dabei unterstützen und dazu motivieren.

  • Daher fordern die Hemminger Grünen ein 1.000 plus-Dächer Programm aufzulegen, welches zu einem massiven Ausbau von Photovoltaik in Hemmingen führen wird.
  • Außerdem fordern wir ein Radwege-Sofort-Programm, welches Hemmingen zu einer der fahrradfreundlichsten Kommunen in der Region Hannover machen soll.
  • Bei der Planung neuer Bau- und Gewerbegebiete muss Wert auf klimaneutrale Bauweisen und Produktionsabläufe sowie Kompensationsflächen für Baumpflanzungen gelegt werden. Städtische Gebäude müssen als Wertstoffspeicher mit überwiegend nachwachsenden, recycelten und recycelbaren Materialien gebaut oder soweit möglich saniert werden.
  • Der Aufbau eigener, nachhaltig und klimaneutral wirtschaftender Stadtwerke, ggf. in Kooperation mit Nachbarkommunen, soll geprüft werden.
  • Da die Klimakrise ein globales Problem ist, sollen auch Maßnahmen zum Ausbau erneuerbarer Energien in Hemminger Partnerstädten oder auch in Entwicklungsländern mit Aktionen und Partnerschaften unterstützt werden.
  • Flankiert werden die zentralen Projekte durch eine Vielzahl weiterer Initiativen wie z.B. Förderung von speziellen Bildungsmaßnahmen zum Thema Klimaschutz an allen Hemminger Kitas und Schulen.
  • Um alle Potenziale auszuschöpfen, müssen wir gemeinsam mit Akteuren wie der Regionsverwaltung, proKlima, Verbraucherzentrale, Umweltzentrum Hannover und Klimaschutzagentur alle möglichen Klimaschutzangebote und Förderprogramme nutzen. Ein digitales, transparentes Monitoring und Controling zur Erfolgsbilanzierung bei Energieverbrauchs- und Emissionsentwicklung muss zügig eingerichtet werden.