Für die Grünen in den Bundestag: Direktkandidat Roland Panter im Interview - Teil 1

  • Veröffentlicht am: 25. Juli 2017 - 7:43
Bundestagskandidat Roland Panter
Bundestagskandidat Roland Panter, Foto: Dennis Wisnia

Roland Panter aus Hämelerwald bei Lehrte tritt im Wahlkreis 47 als Direktkandidat an. Wir haben uns mit ihm unterhalten.

Roland, Hast Du einen Bezug zu Hemmingen?

Einen sehr guten sogar. Ich habe einige Jahre in der Gemeinde Hemmingen gelebt, zunächst in Hiddestorf und ein paar Jahre später in Devese. Die Zeit dort und vor allem die wunderbare Natur rund um Hemmingen ist mir in guter Erinnerung. Ich habe dort viele Stunden mit dem Hund im Grünen verbracht, bspw. rund um das Café Webstuhl. Daneben habe ich die gute Infrastruktur und die zentrumsnahe Anbindung an meinen damaligen Arbeitsplatz in Hannover wertgeschätzt. Der Heimweg über Reden nach Hiddestorf war jeden Tag dank der faszinierenden Landschaft ein Höhepunkt.

Was machst Du beruflich?

Ich bin freiberuflicher Berater für Kommunikation und Unternehmenskultur. Im Rahmen dieser Tätigkeit setze ich mich mit der Entwicklung von Organisationen und den Möglichkeiten und Folgen der Digitalisierung auseinander. Einerseits im Sinne von externer Kommunikation und Social Media, aber auch nach innen ins Unternehmen hinein. Dort gibt es ebenfalls viele kommunikative Aufgaben, die über die Zukunft der Unternehmens mit entscheiden. Dazu gehören unter anderem Führung, Teambuilding und viele digitale Themen, wie beispielsweise die dezentrale Zusammenarbeit von Teams, die Ermöglichung von Home-Offices und die wichtigen Fragen nach Innovationen und Fortbildung. Ich beschäftige mich durch meine Kunden aktiv mit vielen Themen der Internationalisierung, aber auch Fragen der wirtschaftlichen Standortentwicklung im Generellen.

Wie ist Deine private Situation?

Ich lebe seit drei Jahren mit Frau, Kind und Hund in Hämelerwald, am östlichen Rand der Region Hannover. Wir leben gerne dort, haben die Großeltern in der Nähe und profitieren von der vielfältigen verkehrstechnischen Anbindung des Ortes nach Hannover, aber auch in Richtung Osten. Seit vergangenem Jahr bin ich Mitglied des Ortsrates in Hämelerwald.

Gibt es ein politisches Thema, das Dir besonders am Herzen liegt?

Mich beschäftigt besonders die Digitalisierung. Ein Themenkomplex, der so hervorragend zu so vielen Grünen Themen passt und viele Chancen für nachhaltige Handlungen eröffnet. Zum einen geht es dabei um die Entwicklungen rund um das Internet. Da haben wir mit Blick auf Meinungsbildung gerade unliebsame Entwicklungen bei Hass und Falschmeldungen, die mich als Profi und Kommunikationsmensch in dem Bereich natürlich intensiv beschäftigen. Auf der anderen Seite sind es viele Effekte, die durch eine intelligente Vernetzung entstehen können. Angefangen bei Energiethemen, über optimierte Warenströme bis hin zum Thema Mobilität, wo mit den selbstfahrenden Fahrzeugen spannende Entwicklungen auf uns warten. Meine Kandidatur baut aber auch auf vielen sozialen Themen auf, die mir persönlich am Herzen liegen: Soziale Gerechtigkeit, Ethik, Fairness und die Frage danach, wie wir als Gesellschaft künftig in unserem Land und in Europa zusammenleben wollen, beschäftigen mich sehr.

Wie bist Du zu den Grünen gekommen?

Im Herzen war ich wohl schon immer ein Grüner. Ich kann mich sehr gut an die Atomkatastrophe in Tschernobyl während meiner Kindheit erinnern, das hat mich geprägt. Politisiert haben mich letztendlich die aus meiner Sicht von einem falsch verstandenen Protektionismus getriebenen Fehlentwicklungen bei vielen digitalen Themen. Ein typischer Stellvertreter dafür war der maximal fehlbesetzte Digitalkommissar Günter Oettinger. Schon aus beruflicher Perspektive heraus habe ich mich deshalb politisch eingebracht.

Mein großer Respekt vor der vermuteten „Vereinsmeierei“ sorgte lange dafür, dass ich Berührungsängste mit der aktive Teilhabe in einer Partei hatte. Ausschlaggebend war letztendlich ein Spitzenpolitiker der SPD, der für mich persönlich als absoluter Antityp mit viel Druck von oben die Vorratsdatenspeicherung in der SPD und im Bund durchgedrückt hat. Das finde ich im Ergebnis und in der Art bis heute vollkommen inakzeptabel! Hier haben wir mit Konstantin von Notz oder Jan-Philipp Albrecht als Beispiel zum Glück ganz andere Politikertypen in unseren Reihen. Neben einem völlig anderen Selbstverständnis in der Grünen Partei – das sieht man schon am wunderbaren Frauenstatut.

Ich habe mich dann durch eine Begegnung mit Immo Heinzel, einem Grünen Ratsmitglied der Regionsversammlung, den Grünen angenähert. Dafür habe ich zunächst ohne Parteimitgliedschaft ein halbes Jahr bei den Lehrter Grünen reingeschnuppert. Am Ende hat es mir so gut gefallen, dass ich gerne Mitglied geworden bin und dann schnell erste Aufgaben übernehmen, mich aktiv einbringen konnte. Inzwischen bin ich in Lehrte Parteisprecher der Grünen. Es dauerte gar nicht so lange und ich wurde gefragt, ob ich nicht für den Bundestag kandidieren wolle. Natürlich wollte ich das, auch wenn ich mich dazu erst mal intensiv mit meiner Familie beraten musste. Und so kam dann eins zum anderen.

Hier geht es zur Fortsetzung des Interviews.

 

Mehr zu und von Roland Panter gibt es hier:

www.gruener-panter.de

www.facebook.com/gruenerpanter

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